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  Haltung
  Vergesellschaftung
  Ernährung

Wie umreissen die Rennmaushaltung hier nur kurz. Eine sehr ausführliche Haltungsbeschreibung, viele Seiten Futterlisten und einen Vergesellschaftungsplan finden Sie in der Infomappe der IG-Rennmaus. Klicken Sie HIER

Haltung

Die Unterbringung:
Käfige und Terrarien mit Schiebetüren sind für die Haltung ungeeignet. 
Am besten geeignet sind Aquarien mit Gitterabdeckung.
Die Mindestgröße beträgt 2800m² (80x35 cm).
Die Höhe der Einstreu (Streu, Heu, Stroh) sollte eine Tiefe von 10cm nicht unterschreiten.

Als Einrichtung:
Es sollte ca. 10-20 cm hoch Einstreu gegeben werden, dafür eignet sich handelsübliche Kleintierstreu bestens. Außerdem sollte Immer frisches Heu (am besten Kräuter- oder Bergwiesenheu) und Taschentücher zum Nestbau zur Verfügung stehen. Das wichtigste, ein Trinknapf oder eine gute Trinkflasche. Ein Futternapf ist nicht unbedingt nötig, am besten streut man das Futter in die Einstreu, so haben die Mäuse noch Beschäftigung.

Renner klettern gerne, am besten geben sie eine Wurzel in das Terrarium, die sind im Zoohandel oft schon günstig zu bekommen, oder sie holen eine aus dem Wald, dabei sollten sie aber Nadelholz vermeiden, da die Mäuse das Harz nicht vertragen.

Vermeiden sie Plastikeinrichtung. Diese wird zerbissen und schon so manche Maus starb, weil sie durch verschluckte Plastikteile innere Verletzungen oder einen Darmverschluss erlitt.

Ein Laufrad kann, muss aber nicht sein. Es gibt bereits Laufräder aus Holz, doch diese sind teuer und werden unter Umständen schnell zerbissen. Einfache Laufräder aus Metall sind etwas gefährlich, da die Mäuse sich an den Streben verletzen können. Nehmen sie ein einseitig geschlossenes, mit einem Juteband umwickeltes, vorne offenes Laufrad um die Mäuse nicht zu gefährden. Es sollte mindestens 20cm Durchmesser haben.

Ein Häuschen muss nicht sein, Renner sind sehr gute Nestbauer und bauen auch unterirdische Gänge. In einem Häuschen kann sich Luft und Feuchtigkeit stauen, was sehr ungesund ist und Milbenbefall begünstigt .

Ein Sandbad sollte mehrmals pro Woche in das Terra gestellt werden oder ganz darin belassen werden, dann 2x wöchentlich den Sand wechseln.

 

Vergesellschaftung

Vergesellschaftung:
Die Vergesellschaftung von Rennmäusen ist nicht ganz ohne... Sie endet sehr schnell mit Bisswunden oder gar dem Tod einer Maus. Dennoch gibt es zwei bewährte Methoden die Tiere aneinander zu gewöhnen.

Die Engraummethode: Die Rennmäuse werden auf sehr beengtem Raum ohne Einrichtung aber mit so hoch Einstreu dass sie sich nicht aufstellen können zusammengebracht und unter Beobachtung einige Zeit beisammen gelassen. Futter und Flüssigkeit in Form von Grünfutter oder Crystalgel sollte unbedingt zur Verfügung stehen. Nach und nach kann nun im Abstand von Stunden oder Tagen die Einstreumenge verringert werden. Wenn sie sich so einige Tage nicht zerstritten haben und kuscheln kann man sie in die nächstgrößere Transportbox setzen und abwarten. 2-3x sollte die nächstgrößere Transportbox verwendet werden, dann kann man sie ins Terrarium setzen. Dieses sollte zu diesem Zeitpunkt nach Möglichkeit noch keine Einrichtungsgegenstände beinhalten, aber mit etwas (sehr wenig!) Einstreu, besser nur Sand, Futter & Wasser ausgestattet sein. Nach einigen Tagen kann man das Terrarium dann nach und nach einrichten. Bei Paaren, Jungtieren oder einem ausgewachsenen und einem sehr jungen Tier ist diese Methode oft schon nach wenigen Stunden erfolgreich geglückt, doch gerade vergesellschaftungen von ausgewachsenen Tieren ziehen sich nicht selten über wochen...

ACHTUNG: 1 Tag Kuscheln bedeutet jedoch noch lange nicht, dass die Mäuse sich im Terrarium dann ebenfalls vertragen.

Trenngittermethode: Hierbei wird ein Trenngitter (die Mäuse sollen sich dadurch beschnüffeln und sehen können) in einem recht kleinen Terrarium befestigt, beide Seiten sollten nur mit etwas Einstreu, Futter und Wasser ausgestattet sein. Nun kommt auf jede Seite des Gitters eine Maus. Mehrmals Täglich sollten nun die Seiten getauscht werden, damit die Mäuse sich an den Geruch der jeweils anderen gewöhnen. Sind sie nach einigen Tagen am Gitter friedlich, kann man das Gitter probeweise entfernen, muss aber einige Stunden dabei bleiben um notfalls bei Streitereien dazwischen zu gehen. Auch kann man die Tiere auf neutralem Boden Probeweise zusammen lassen.

Die Methode die wir nutzen ist eine Kobination von Engraum-und Trenngitter und wurde schon sehr oft erfolgreich eingesetzt.


 

Ernährung

Das Grundfutter:

Als Grundfutter eignet sich eigentlich kaum ein im Handel erhältliche Futter, leider denn leider enthalten fast alle im Handel angebotenen Futtersorten viele Nüsse & Sonnenblumenkerne, welche arge Dickmacher sind, getrocknete Früchte oder aufgepoppte / gepresste Cobs, Kringel etc. Darauf sollte auf jeden Fall verzichtet werden!.
Idealerweise sind auch Eiweißlieferanten, verschiedene Sämereien evtl. sogar getrocknete Kräuter enthalten.

Gesundes und ausgewogenes Futter OHNE Zucker etc finden Sie HIER: www.Leckerlishop.de

Obst und Gemüse:
Auch Gemüse kann in angemessenen Mengen verfüttert werden. Es sollte immer frisch, gut gewaschen und nach Möglichkeit nicht gespritzt sein. Bitte KEINE Früchte, egal ob frisch oder getrocknet verfüttern da Renner sehr diabetesanfällig sind.
Rotes, Oranges und gelbes Gemüse enthält viel Zucker, besser ist daher weißes und grünes Gemüse.
Möhre ist jedoch sehr gut für die Mäuse und sollte trotz des Zuckergehaltes alle 2-3 Wochen gefüttert werden.

Kleine Leckerliste Gemüse

  • Chiccorree
  • Zucchini
  • Sellerie
  • Brokkoli
  • Aubergine
  • Fenchel
  • Kürbis
  • Möhre mit Grün
  • Gurke (ungespritzt)
  • Pastinake
  • Salat (vorsichtig, nur Bio und nur ganz wenig!!! wg. dünger)

Kräuter und anderes Grünzeug:
Auch für Kräuter und Wildgewächse gilt, sie sollten immer frisch, nie Welk sein. Bitte nicht vom Straßenrand Pflücken. Am besten ist es, die Kräuter selbst zu ziehen.
Man kann Kräuter und Wildgräser ( z.B. Klee, Kamille, Thymian... ) auch bündeln und kopfüber aufgehängt trocknen lassen.
Petersilie btte nicht verfüttern. Bei trächtigen Weibchen kann es Wehen auslösen und ist auch Diabetesfördernd.


Leckereien:
Wie bei allen Tieren sollte man bei den Rennern auch mit Leckereien sehr sparsam umgehen. Zuviel gutes kann zu Verfettungen führen und das ist alles andere als gesund.

Als besonderes Extra zwischendurch können z.B. gegeben werden: Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Nüsse (mit Schale zum Knabbern ) aber bitte nur in maßen nicht in Massen...

Bitte NIEMALS! Drops, zuckerhaltige Knabberstangen etc. verfüttern. Renner vertragen weder Milchprodukte (außer Joghurt und Quark) noch Zucker / Honig etc...
Diese Leckerlis sind absolut schädlich!

Eine Auswahl gesunde und verträgliche Leckereien finden Sie HIER www.leckerlishop.de

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Tierisches Futter / Tierisches Eiweiß
Es ist wichtig für alle Renner, besonders aber für Trächtige und säugende Weibchen.
Es können gereicht werden:
Mehlwürmer, Grillen, Fliegen (wenn man die Zeit und Lust hat welche zu fangen), hartgekochtes Ei, Quark, Naturjoghurt (ungesüßt), getrocknete Garnelen und Fischchen für Schildkröten oder Katzen, Katzen oder Hunde Trockenfutter (Bitte nur hochwertiges wie z.B. Royal Canin, Aras...)


Zum Knabbern:
Mäuse knabbern gerne härtere Sachen an. Dafür können z.B. Obsthölzer, getrocknete Maiskolben ect OHNE Zucker, Honig, Caramel ect gegeben werden.


Giftiges:
Bitte nicht verfüttern:
Frisches Brot: Bläht und gärt im Bauch
Salate: Der Dünger ist schädlich, deshalb nur minimal verfüttern und wenn nur Bio
Gurke: Auch hier wird Dünger im Fleisch gespeichert, deshalb nur minimal verfüttern und wenn nur Bio
Äste und Zapfen von Nadelhölzern
Drops & Knabberstangen...

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